HD Projektoren ersetzen übliche Kulissen
Auszüge aus dem Produktion Partner Bericht vom März 2008: Das Bühnendesign von Florian Wieder sah bespielte Hintergrundflächen über 180º vor. Nur auf diese Weise war es möglich die schnellen Szenen- und Dekorationswechsel zu ermöglichen. Obwohl man zunächst zu starkes Streulicht befürchtete, entschieden sich die Verantwortlichen für Aufprojektionen, denn um von hinten ausreichend auf die großen Flächen projizieren zu können, stand einfach zu wenig Raum zur Verfügung. Die Befürchtungen, die Projektion könnte durch das übrige Showlicht zu stark beinträchtig werden, waren jedoch - wie sich recht bald zeigte – unbegründet...
Die komplette Planung für die Projektion erfolgte durch die in Wien beheimatete, Barco Service und Vertriebpartner für Österreich, Grothusen AV Audio.Video.Engineering.
Alle Lichtwege, Riggingpunkte und die passenden Objektive wurden mit einer Barco Software auf der Grundlage des Bühnedesigns errechnet. Nach der obligatorischen Ausschreibung stellte die, ebenfalls in Wien ansässige, Firma AV-Professional Herbert Hietler GmbH, die gesamte Projektionstechnik für die Show: Sieben Barco Projektoren kamen dabei zum Einsatz.
Für die linke und rechte Projektion wurden jeweils zwei Barco FLM HD18 (HD 16:9) mit High Brightness Lens TLD 1.2+ an Festbrennweiten eingesetzt. Die zentrale Projektion hingegen war mit drei Barco FLM R20+ (SXGA+ 4:3) und 3 x High Brightness Lens TLD (1.6-2.0:1) mit Zoom Optiken bestückt. Man hatte sich für diese Lösung entschlossen, da die mittlere Leinwand (im 12:3 Format) breiter und die Lichtausbeute größer sein musste als die der Äußeren.
Martin Seiter, Geschäftsführer der Firma ‚3dhd’, zeichnete für die Projektoren während der gesamten Produktion verantwortlich. Das Softedge und das Warping auf drei leicht gebogenen Leinwände wurde über eine Pandoras Box eingestellt. Die Signalführung verlief über sieben DVI-Kabel...
...alle Projektoren waren über ein mehrfach gesichertes W-LAN angebunden, so dass Martin Seiter erstmals von jeden Punkt des Studios auf die Steuerung der sieben Barco Projektoren zugreifen konnte und jegliche Art der Feinjustage bequem ausführen konnte. Dank der Möglichkeiten, welche die letzte Version des Barco Tool Kits bietet, ist es möglich alle eingesetzten Projektoren auf einem Laptop zu bedienen.
Über den Projektoren befand sich eine Schalldämmung, die speziell von Barco und vom ORF designed worden war, um die Laufgeräusche auf ein Minimum zu reduzieren...
Bemerkenswert war vor allem die Leistung der High Brightness TLD Optiken, die trotz des sehr üppigen Shifts bis in die Ecken sehr scharf arbeiteten. Eine Aufprojektion in dieser Größe hatte es bisher beim ORF noch nicht gegeben.
Tilman Lichtenstein, Harald Schmidt und Martin Seiter beim Aufbau
Erste Tests und Justagen durch Martin Seiter
Unteransicht vor Montage der Akustikblende
Ein typischer Einsatz für Projektion als Bühnenbild
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